Green Eventing bedeutet, eine Veranstaltung so zu planen und durchzuführen, dass Ressourcen geschont, Emissionen reduziert und soziale Verantwortung übernommen wird. Konkret umgesetzt wird es durch Maßnahmen in den Bereichen Mobilität, Energie, Catering, Abfall und Kommunikation. Dieser Artikel beantwortet die wichtigsten Fragen rund um nachhaltige Events: von den betroffenen Bereichen über Zertifizierungen bis hin zu häufigen Fehlern.
Welche Bereiche einer Veranstaltung macht Green Eventing nachhaltiger?
Green Eventing betrifft nahezu alle Bereiche einer Veranstaltung: Mobilität, Energieversorgung, Catering, Dekoration, Abfallmanagement und Kommunikation. Nachhaltigkeit ist kein einzelnes Merkmal, sondern ein ganzheitlicher Ansatz, der jeden Planungsschritt durchdringt und in der Summe zu einer deutlich umweltfreundlicheren Veranstaltung führt.
- Mobilität: Anreise per ÖPNV, Fahrrad oder Carsharing statt Einzelfahrten mit dem Pkw reduziert den CO₂-Ausstoß erheblich. Veranstaltungsorte mit guter Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sind ein entscheidender Faktor.
- Energie: Ökostrom, LED-Beleuchtung und energieeffiziente Technik senken den Verbrauch. Wer auf mobile Dieselaggregate verzichtet, spart besonders viel.
- Catering: Pflanzliche, regionale und saisonale Speisen verursachen deutlich weniger Emissionen als tierische Produkte aus Massenproduktion.
- Dekoration und Ausstattung: Mietmöbel, Mehrweggeschirr und natürliche Materialien ersetzen Einwegartikel und Plastik.
- Abfallmanagement: Mülltrennung, Kompostierung von Speiseresten und die Vermeidung von Verpackungen minimieren den Abfall.
- Kommunikation: Digitale Einladungen, Apps statt gedruckter Programme und papierlose Teilnehmerverwaltung sparen Ressourcen.
Wer alle diese Bereiche konsequent adressiert, kann den ökologischen Fußabdruck einer Veranstaltung erheblich verringern, ohne auf Qualität oder Erlebnis verzichten zu müssen.
Was sind die wichtigsten Zertifizierungen und Standards für nachhaltige Events?
Die bekanntesten Standards für nachhaltige Veranstaltungen sind die ISO 20121, der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK) sowie das Umweltzeichen des Deutschen Instituts für Normung. Die ISO 20121 ist dabei der international anerkannte Standard speziell für nachhaltiges Eventmanagement und gilt als wichtigste Orientierung für professionelle Veranstalter.
ISO 20121: internationaler Standard für nachhaltige Events
Die ISO 20121 legt fest, wie Eventmanagement-Systeme aufgebaut sein müssen, um soziale, wirtschaftliche und ökologische Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Sie richtet sich an Veranstalter, Dienstleister und Lieferanten gleichermaßen und kann von Unternehmen jeder Größe angewendet werden. Eine Zertifizierung nach ISO 20121 signalisiert Auftraggebern und Teilnehmern, dass Nachhaltigkeit systematisch und nachprüfbar umgesetzt wird.
Weitere relevante Standards und Initiativen
Neben der ISO 20121 gibt es branchenspezifische Initiativen wie das Green Globe-Zertifikat für Veranstaltungsorte oder das Blaue-Engel-Zeichen für nachhaltige Produkte. In Deutschland ist außerdem der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK) verbreitet, der Unternehmen dabei unterstützt, ihre Nachhaltigkeitsleistung transparent zu berichten. Für kleinere Veranstaltungen ohne formale Zertifizierung bieten Leitfäden wie der des Bundesumweltministeriums eine praxisnahe Orientierung.
Wie lässt sich nachhaltiges Catering bei einem Event konkret umsetzen?
Nachhaltiges Catering bei einer Veranstaltung lässt sich vor allem durch drei Maßnahmen umsetzen: regionale und saisonale Zutaten verwenden, den Anteil pflanzlicher Speisen erhöhen und Lebensmittelverschwendung aktiv minimieren. Diese drei Stellschrauben haben den größten Einfluss auf die Umweltbilanz des Caterings.
Regionale Produkte verkürzen Transportwege und stärken gleichzeitig lokale Lieferanten. Saisonale Zutaten benötigen keine energieintensive Lagerung oder Treibhausproduktion. Ein Menü, das überwiegend auf pflanzlichen Speisen basiert, verursacht im Vergleich zu fleischlastigen Buffets deutlich weniger Treibhausgasemissionen. Das bedeutet nicht, dass auf Fleisch vollständig verzichtet werden muss, aber eine bewusste Reduktion macht einen messbaren Unterschied.
Ebenso wichtig ist die Mengenplanung: Zu viel produziertes Essen landet im Müll und belastet die Bilanz erheblich. Erfahrene Caterer kalkulieren Mengen präzise auf Basis der tatsächlichen Gästezahl und bieten Resteverwertungskonzepte an, etwa die Weitergabe überschüssiger Speisen an soziale Einrichtungen. Mehrweggeschirr statt Einwegplastik und der Verzicht auf Einzelportionsverpackungen runden ein nachhaltiges Catering-Konzept ab.
Wie berechnet man den CO₂-Fußabdruck einer Veranstaltung?
Den CO₂-Fußabdruck einer Veranstaltung berechnet man, indem man alle relevanten Emissionsquellen erfasst, die jeweiligen Mengen quantifiziert und mit anerkannten Emissionsfaktoren multipliziert. Die größten Posten sind in der Regel die Mobilität der Teilnehmenden, der Energieverbrauch am Veranstaltungsort und das Catering.
Für die Berechnung werden folgende Kategorien berücksichtigt:
- Anreise: Anzahl der Teilnehmenden multipliziert mit der durchschnittlichen Entfernung und dem Emissionsfaktor des genutzten Verkehrsmittels.
- Energie: Verbrauchte Kilowattstunden multipliziert mit dem Emissionsfaktor des Strommixes oder des eingesetzten Energieträgers.
- Catering: Gewicht und Art der servierten Speisen, bewertet mit Emissionsfaktoren für die jeweiligen Lebensmittelgruppen.
- Unterkunft: Bei mehrtägigen Events die Übernachtungen in CO₂-Äquivalenten.
- Material und Abfall: Produzierter Abfall und eingesetzte Materialien nach Gewicht und Kategorie.
Kostenlose Online-Rechner wie der des Umweltbundesamts oder spezialisierte Event-Tools helfen dabei, diese Daten strukturiert einzugeben und eine Gesamtbilanz zu erstellen. Das Ergebnis bildet die Grundlage für Kompensationsmaßnahmen und zeigt, wo die größten Hebel für Verbesserungen liegen.
Was kostet Green Eventing im Vergleich zu konventionellen Events?
Green Eventing muss nicht teurer sein als eine konventionelle Veranstaltung. Manche Maßnahmen verursachen Mehrkosten, andere führen durch effizienteren Ressourceneinsatz sogar zu Einsparungen. Die Gesamtkosten hängen stark davon ab, welche Maßnahmen gewählt werden und wie früh Nachhaltigkeit in die Planung integriert wird.
Mehrkosten entstehen typischerweise bei:
- Zertifiziertem Ökostrom oder Mietaggregaten mit alternativen Kraftstoffen
- Hochwertigem Mehrweggeschirr statt günstigem Einwegmaterial
- Biozertifizierten oder fair gehandelten Lebensmitteln
- Kompensationszahlungen für unvermeidbare Emissionen
Einsparungen entstehen dagegen durch:
- Präzisere Mengenplanung beim Catering, die Lebensmittelverschwendung reduziert
- Geringere Abfallentsorgungskosten durch Mülltrennung und Mehrwegsysteme
- Digitale Kommunikation statt gedruckter Materialien
- Energieeffiziente Technik, die Stromkosten senkt
In der Praxis zeigt sich, dass gut geplante nachhaltige Events oft kostenneutral oder nur marginal teurer sind als vergleichbare konventionelle Veranstaltungen. Der wahrgenommene Mehrwert bei Teilnehmenden und Auftraggebern überwiegt in vielen Fällen die zusätzlichen Ausgaben.
Welche Fehler sollte man beim Green Eventing vermeiden?
Der häufigste Fehler beim Green Eventing ist Greenwashing: Veranstalter kommunizieren Nachhaltigkeit nach außen, ohne sie wirklich zu leben. Daneben scheitern viele nachhaltige Events daran, dass Maßnahmen zu spät oder zu isoliert geplant werden, anstatt von Anfang an ganzheitlich in das Konzept eingebettet zu sein.
Konkrete Fehler, die vermieden werden sollten:
- Greenwashing: Einzelne Maßnahmen wie ein veganes Gericht oder eine Mülltrennung als „nachhaltiges Event“ vermarkten, ohne die Gesamtbilanz zu verbessern.
- Zu späte Planung: Nachhaltigkeit als nachträgliches Add-on behandeln, statt sie von Beginn an in alle Entscheidungen einzubeziehen.
- Fehlende Kommunikation mit Dienstleistern: Nachhaltigkeitsanforderungen nicht klar an Caterer, Technikdienstleister und Location kommunizieren.
- Unklare Messbarkeit: Keine Ziele definieren und keine Daten erheben, sodass Fortschritte nicht nachgewiesen werden können.
- Teilnehmende vergessen: Das Verhalten der Gäste, insbesondere bei der Anreise, nicht aktiv steuern oder fördern.
- Kompensation als Ausrede: CO₂-Kompensation nutzen, ohne vorher Emissionen tatsächlich zu reduzieren.
Wer diese Fallen kennt, kann Green Eventing glaubwürdig und wirkungsvoll umsetzen und vermeidet Reputationsschäden durch unerfüllte Versprechen.
Wie cateringart. nachhaltige Veranstaltungen unterstützt
cateringart. begleitet Veranstalter im Großraum Düsseldorf dabei, Green Eventing konkret und glaubwürdig umzusetzen. Als Full-Service-Caterer und Eventdienstleister mit über zwanzig Jahren Erfahrung übernimmt cateringart. alle relevanten Bereiche, in denen Nachhaltigkeit messbar wird:
- Nachhaltiges Catering: Regionale Lieferanten, saisonale Zutaten und konsequenter Verzicht auf Konservierungsmittel, künstliche Aromen und Bindemittel
- Pflanzliche und flexitarische Menükonzepte: Von vegan über vegetarisch bis hin zu bewusst reduzierten Fleischangeboten
- Präzise Mengenplanung: Minimierung von Lebensmittelverschwendung durch erfahrungsbasierte Kalkulation
- Mehrwegkonzepte und nachhaltige Ausstattung: Geschirr, Equipment und Dekoration nach ökologischen Gesichtspunkten
- Ganzheitliche Eventplanung: Von der ersten Beratung bis zur Durchführung, inklusive Technik, Personal und Logistik
Wer eine umweltfreundliche Veranstaltung plant, die in jedem Detail überzeugt, ist bei cateringart. an der richtigen Adresse. Nehmen Sie jetzt Kontakt auf und lassen Sie sich unverbindlich beraten.
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