Wie plant man ein nachhaltiges Event?

Outdoor-Tisch mit Leinentuch, Keramiktellern, Wildblumen in Glasvasen und saisonalem Gemüse auf Holzbrett im goldenen Abendlicht.

Ein nachhaltiges Event zu planen bedeutet, alle Entscheidungen rund um Veranstaltungsort, Catering, Mobilität, Material und Kommunikation konsequent an ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Kriterien auszurichten. Wer ein Green Event plant, denkt nicht nur in einzelnen Maßnahmen, sondern betrachtet die gesamte Veranstaltung als System. Die folgenden Fragen zeigen, worauf es dabei wirklich ankommt.

Was macht eine Veranstaltung wirklich nachhaltig?

Eine Veranstaltung ist dann wirklich nachhaltig, wenn sie ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte gleichzeitig berücksichtigt. Das bedeutet: minimaler Ressourcenverbrauch, faire Arbeitsbedingungen für alle Beteiligten und ein bewusster Umgang mit Budget und lokaler Wertschöpfung. Einzelne Maßnahmen wie Mehrwegbecher allein machen noch kein Green Event.

Nachhaltigkeit bei Veranstaltungen lässt sich in drei Dimensionen denken:

  • Ökologisch: Reduktion von CO2-Emissionen, Abfallvermeidung, Einsatz erneuerbarer Energien, regionale und saisonale Produkte
  • Sozial: Faire Bezahlung des Personals, Barrierefreiheit, inklusive Konzepte, lokale Gemeinschaft einbeziehen
  • Wirtschaftlich: Regionale Dienstleister bevorzugen, langfristige Partnerschaften statt Einmallösungen

Ein nachhaltiges Event entsteht nicht durch eine einzige gute Entscheidung, sondern durch ein durchdachtes Gesamtkonzept, das alle Planungsphasen umfasst. Von der ersten Konzeptidee bis zur Nachbereitung gilt: Jede Entscheidung zählt.

Welche Bereiche eines Events bieten das größte Einsparpotenzial?

Die größten Hebel für eine umweltfreundliche Veranstaltung liegen in den Bereichen Mobilität, Catering, Energie und Materialien. Diese vier Felder verursachen bei konventionellen Events den Großteil der Umweltbelastung und bieten gleichzeitig das stärkste Potenzial für messbare Verbesserungen.

Mobilität und Anreise

Die Anreise der Gäste ist häufig der größte Einzelfaktor beim CO2-Fußabdruck einer Veranstaltung. Wer den Veranstaltungsort gut an den öffentlichen Nahverkehr anbindet, Shuttle-Services organisiert oder digitale Alternativen für Teilnehmer aus der Ferne anbietet, kann die Emissionen erheblich reduzieren.

Energie und Technik

Beleuchtung, Beschallung und Heizung verbrauchen bei größeren Events erhebliche Mengen Strom. LED-Technik, Ökostrom-Verträge mit dem Veranstaltungsort und ein gezieltes Abschalten nicht genutzter Geräte sind konkrete Maßnahmen, die sich direkt auf die Energiebilanz auswirken.

Wie plant man nachhaltiges Catering für eine Veranstaltung?

Nachhaltiges Catering für eine Veranstaltung beginnt mit der Auswahl regionaler und saisonaler Zutaten, einer pflanzenbetonten Menügestaltung und der konsequenten Vermeidung von Lebensmittelverschwendung. Zusätzlich spielen Mehrweggeschirr, kompostierbare Verpackungen und die Zusammenarbeit mit verantwortungsvollen Lieferanten eine zentrale Rolle.

Konkret bedeutet das für die Planung:

  1. Menüplanung: Saisonale, regionale Produkte priorisieren und den Anteil pflanzlicher Gerichte erhöhen
  2. Mengenplanung: Genaue Teilnehmerzahlen erheben, um Überproduktion zu vermeiden
  3. Resteverwertung: Überschüsse an soziale Einrichtungen spenden oder kompostieren
  4. Geschirr und Besteck: Mehrweg statt Einweg konsequent einsetzen
  5. Lieferanten: Auf kurze Transportwege und zertifizierte Erzeuger achten

Besonders wirkungsvoll ist der Verzicht auf Convenience-Produkte mit langen Zutatenlisten. Frisch zubereitete Speisen aus natürlichen Zutaten sind nicht nur geschmacklich überzeugend, sondern auch ökologisch sinnvoller, weil sie ohne Konservierungsmittel, künstliche Aromen oder Bindemittel auskommen.

Welche Zertifizierungen und Standards gibt es für Green Events?

Für nachhaltige Veranstaltungen gibt es mehrere anerkannte Zertifizierungen und Normen, darunter die ISO 20121 als internationale Norm für nachhaltiges Eventmanagement sowie nationale Gütesiegel wie den Deutschen Nachhaltigkeitspreis für Events. Diese Standards helfen Veranstaltern, ihre Maßnahmen strukturiert umzusetzen und gegenüber Auftraggebern zu dokumentieren.

Die wichtigsten Orientierungsrahmen im Überblick:

  • ISO 20121: Internationale Managementnorm, die einen systematischen Ansatz für nachhaltige Veranstaltungen definiert und auditierbar macht
  • Blauer Engel für Veranstaltungen: Deutsches Umweltzeichen, das bestimmte Anforderungen an Ressourcenverbrauch und Abfallvermeidung stellt
  • EMAS: Europäisches Umweltmanagementsystem, das auch auf Veranstaltungsdienstleister angewendet werden kann
  • Green Globe: Internationales Zertifizierungsprogramm mit Fokus auf Tourismus und Events

Auch ohne formale Zertifizierung können Veranstalter konkrete Nachhaltigkeitsziele definieren, dokumentieren und nach der Veranstaltung auswerten. Dieser Ansatz ist besonders für kleinere Events und Unternehmen geeignet, die den Einstieg in systematisches Green-Event-Management suchen.

Wie kommuniziert man Nachhaltigkeit gegenüber Gästen und Auftraggebern?

Nachhaltigkeit gegenüber Gästen und Auftraggebern kommuniziert man am wirkungsvollsten durch transparente, konkrete Aussagen statt durch allgemeine Versprechen. Wer messbare Maßnahmen benennt, Lieferanten namentlich vorstellt und nach der Veranstaltung einen kurzen Nachhaltigkeitsbericht teilt, schafft echtes Vertrauen.

Folgende Kommunikationsansätze haben sich in der Praxis bewährt:

  • Konkrete Zahlen nennen: Anteil regionaler Zutaten in Prozent, eingesparte Einwegverpackungen, genutzte Ökostrom-Anteile
  • Geschichten erzählen: Woher kommen die Produkte? Welche lokalen Betriebe wurden eingebunden?
  • Gäste einbeziehen: Hinweisschilder bei Speisen, Informationen zur Anreise per ÖPNV, Mitmachaktionen
  • Nachbericht erstellen: Nach der Veranstaltung eine kurze Zusammenfassung der umgesetzten Maßnahmen teilen

Wichtig ist dabei Authentizität. Greenwashing, also das Kommunizieren von Nachhaltigkeit ohne substanzielle Maßnahmen, wird von Gästen und Auftraggebern zunehmend kritisch hinterfragt. Wer nur einzelne Punkte umsetzt, sollte das auch so benennen und nicht den Eindruck eines vollständig nachhaltigen Events erwecken.

Was kostet ein nachhaltiges Event im Vergleich zu einem konventionellen?

Ein nachhaltiges Event kostet nicht zwingend mehr als ein konventionelles. Manche Maßnahmen wie Mehrweggeschirr, präzisere Mengenplanung oder der Verzicht auf aufwendige Einwegdekorationen können sogar Kosten senken. Höhere Ausgaben entstehen vor allem bei zertifizierten Bio-Produkten, spezialisierten Dienstleistern und aufwendiger Dokumentation.

Die Kostenstruktur lässt sich grob so einordnen:

  • Kostenneutral oder günstiger: Abfallvermeidung, Mehrwegkonzepte, präzise Mengenplanung, digitale Einladungen statt Printmaterial
  • Leicht teurer: Regionale und Bio-zertifizierte Lebensmittel, Ökostrom, faire Arbeitsbedingungen
  • Deutlich teurer: Formale Zertifizierungen, CO2-Kompensation, spezialisierte Nachhaltigkeitsberatung

Langfristig betrachtet zahlt sich Nachhaltigkeit aus: Auftraggeber und Unternehmen, die ihre eigenen ESG-Ziele ernst nehmen, bevorzugen zunehmend Dienstleister und Veranstaltungsformate, die diese Werte teilen. Ein nachhaltiges Event ist damit nicht nur ein ökologisches Statement, sondern auch ein strategisches Argument im Wettbewerb um Kunden und Talente.

Wie cateringart. nachhaltige Veranstaltungen umsetzt

cateringart. begleitet Unternehmen und Privatpersonen im Großraum Düsseldorf bei der Planung und Umsetzung nachhaltiger Veranstaltungen als Full-Service-Partner. Das Team übernimmt alle relevanten Bereiche, die ein Green Event ausmachen:

  • Regionale Beschaffung: Zutaten werden sorgfältig von regionalen Lieferanten ausgewählt, Transportwege werden kurz gehalten
  • Natürliche Zubereitung: Konsequenter Verzicht auf Konservierungsmittel, künstliche Aromen und Bindemittel
  • Flexible Menükonzepte: Pflanzenbetonte, vegetarische und vegane Optionen als fester Bestandteil jedes Angebots
  • Präzise Mengenplanung: Enge Abstimmung mit Auftraggebern, um Lebensmittelverschwendung zu minimieren
  • Ganzheitliche Eventplanung: Von Technik und Equipment bis zum Servicepersonal alles aus einer Hand, abgestimmt auf nachhaltige Anforderungen

Ob Firmenevents, Messeauftritte oder private Anlässe: cateringart. denkt Nachhaltigkeit von Anfang an mit. Kontakt aufnehmen und gemeinsam ein Konzept entwickeln, das Genuss und Verantwortung verbindet.

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